1. Februar 2025

Bonsai-Pflege - Teil XXVII

 
Neulich startete ich nach längerem mal wieder den Motor des SJ
und stellte sofort ein seltsames Geräusch beim Motorlauf fest
🤔
Beim öffnen der Motorhaube sah ich direkt die Spritzer von
altem Kühlwasser rechts und links an den Radhäusern und
an der Innenseite der Motorhaube
👀



Dann begann ich damit, der Ursache auf den Grund zu gehen
und demontierte den Wasserkühler



Dann prüfte ich das Spiel der Wasserpumpe, indem ich an dem
Lüfterrad wackelte, das auf der Wasserpumpe angeflanscht ist
und stellte eine extreme großes Spiel fest
😩

Hier ein Kurzclip, der das Lagerspiel zeigt

Anschließend löste ich die Verschraubung der auf der Kurbelwelle
sitzenden Riemenscheibe . . .


. . . und zog die Riemenscheibe mittels Abzieher ab





Jetzt konnte ich das Abdeckblech des Zahnriemens demontieren



Dann zählte ich die Anzahl der Zähne auf dem Zahnriemen, um den
passenden Steuerriemen bestellen zu können, denn es gibt Riemen
mit unterschiedlicher Zähnezahl
🤓

Da sich im Wasserkühler einiger Schmodder befand, mischte ich
Zitronensäure mit warmen Wasser . . . 



. . . und befüllte den Kühler randvoll damit, ließ das Gemisch
24 Stunden einwirken und spülte dann den Kühler mit klarem
Wasser aus, die Zitronensäure hatte einigen Dreck gelöst, der
mit rausgespült wurde


Ich bestellte unter anderem eine neue Wasserpumpe, einen neuen
Zahnriemen und eine neue Spannrolle, aber auch noch Bremsbeläge,
einen Kühlwasserschlauch und zwei neue vordere Bremsschläuche

Heute wurde das Paket geliefert und ich begann sofort damit, die
Altteile aus- und die Neuteile einzubauen



Ich nahm den Zahnriemen ab (die gelben Markierungen auf dem
Zahnriemen setzte ich beim zählen der Zähnezahl), dann  . . .


. . . demontierte ich die Spannrolle . . .


. . . und das Nockenwellenrad



Das auf der Kurbelwelle sitzende Zahnriemenrad saß recht fest
und ich zog es mittels eines Winkeleisens und zwei M8er
Schrauben langsam von der Kurbelwelle ab



Nun konnte ich das hintere Zahnriemenabdeckblech abnehmen . . .


. . . sodass die Wasserpumpe frei lag


Nun sah man deutlich die undichte Welle der Wasserpumpe,
wo das alte und schmutzige Kühlwasser rausspritzte


Ich löste die Verschraubung der Wasserpumpe und nahm sie ab


Hier im Vergleich die neue und die alte Wasserpumpe



Zunächst reinigte ich die Dichtfläche mit einem Spachtel . . .


. . . danach mit Schmirgelpapier und abschließend mit Bremsenreiniger


Die Papierdichtung der neuen Wasserpumpe setzte ich mit spezieller
Dichtmasse ein . . .






. . . und verschraubte die neue Pumpe am Motorblock


Der Zusammenbau erfolgte in umgekehrter Reihenfolg, zuerst kam
die hintere Zahnriemenabdeckung wieder an ihren Platz


Hier Vergleich alter und neuer Zahnriemen, bei dem alten handelt
es sich um ein originales Suzuki-Teil, dass vermutlich schon eine
Ewigkeit verbaut sein dürfte


Ich steckte den neuen Zahnriemen auf die Zahnräder und verschraubte
die neue Spanrolle


Dann ließ ich zur Kontrolle der Steuerzeiten kurz den Motor laufen


Es passte alles, aber der Riemen drohte mangels Führung abzuspringen,
weshalb ich den Motor direkt wieder abstellte, aber natürlich auch,
weil er ohne Kühlung bzw. Kühlwasser lief
😉

Dann baute ich weiter alles wieder zusammen



Am Ende befüllte ich den Kühlkreislauf mit frischer Kühlflüssigkeit



Zum Abschluss erfolgte ein ausgiebiger Probelauf des Motors,
bei dem ich das Heizungssystem öffnete und wartete, bis das
Thermostat öffnete und dadurch den Kühlkreislauf vergrößerte

Motorprobelauf-Clip

Super 😎 mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden 

27. Januar 2025

1 Million Kilometer im Volvo 960

 
Bei YouTube stieß ich in dem Kanal des bekannten Auto-Testers
Matthias Malmedie auf ein interessantes Video über einen wahren
Dauerläufer, einen VOLVO 960 der mehr als eine
Millionen Kilometer auf dem Buckel hat
😃


Sehr beachtlich 💪🏼😎

22. Januar 2025

⚠️ Verkehrssicherheit-Rückruf Mercedes Benz ⚠️

 
Kurz vor Weihnachten erhielt ich ein Schreiben unseres Kreises,
in dem ich aufgefordert werde, mein Mercedes T-Modell aufgrund
einer Rückrufaktion wegen der Gefahr einer sich eventuell lösenden
Verklebung des Glasschiebedachs, zwecks Überprüfung
einer Vertragswerkstatt zuzuführen

Weiter wird in dem Schreiben behauptet, ich sei dem Rückruf trotz
Schreiben der Mercedes Benz AG bislang nicht nachgekommen,
was absolut unzutreffend ist, da ich bislang keine entsprechende
Info des Herstellers erhielt und erst durch das Schreiben
des Kreises davon erfuhr
🤔



Und so vereinbarte ich einen Termin bei der nächstgelegenen
Mercedes Vertragswerkstatt, der gestern stattfand


Ein sehr netter Annahmemeister begrüßte mich, ließ mich den
Arbeitsauftrag der für mich kostenfreien Prüfung unterzeichnen
und nahm danach zunächst mein Auto in Augenschein

😀



Er informierte mich, dass mein Auto definitiv zu den betreffenden
Fahrzeugen zählt und berichtete, dass dieses nun bereits die zweite
Rückrufaktion bezüglich der Schiebedachverklebung sei und mein
Auto bereits im Jahr 2020 zum ersten Rückruf von einer Mercedes
Vertragswerkstatt mit negativem Befund überprüft wurde

Aufgrund des seitdem vergangenen Zeitraums von fast 5 Jahren, halte
Mercedes Benz wohl die erneute Prüfung der Verklebung für notwendig

Auf meine Frage, ob bei ihnen schon mal eine schadhafte Verklebung
festgestellt wurde, antwortete er, dass man schon sehr viele Fahrzeuge
überprüft habe und nur ein einziges Mal eine Schiebedach-Verklebung
sicherheitshalber erneuert wurde

Kurze Zeit später fuhr ein Mechaniker mein T-Modell in die Werkstatt
und überprüfte etwa 45 Minuten lang das Glasschiebedach


Leider durfte ich die Werkstatt nicht betreten und schaute von außen
durch die leicht milchigen Kunststofffenster der Rolltore
👀
Ich sah, wie eine Art Motorkran mit dem Arm über dem Autodach
positioniert wurde, an dem mittels einer Kette ein schwerer Saugnapf
befestigt war, der dann an verschiedenen Stellen des Glasdachs
aufgesetzt und der Arm hydraulisch angehoben wurde

Das Glasdach wurde an jedem Punkt mehrere Minuten lang auf Zug
belastet, der Saugnapf wurde mehrmals neu positioniert und
das Prüfverfahren so mehrmals wiederholt
Am Ende gab es das Ergebnis = negativ, alles in Ordnung
😀

Ich erhielt das Auto mit der Info zurück, dass man das Ergebnis
der Straßenverkehrsbehörde und dem Kraftfahrt-Bundesamt
selbsttätig mitteilen würde

😌  prima, dann kann ich den Benz ja wieder beruhigt fahren

19. Januar 2025

Autotest Chevrolet Citation

 
Jens machte mich auf ein Video bei YouTube aufmerksam,
das einen Autotest aus dem Jahr 1979 über ein uns beiden
bislang unbekanntes Fahrzeug zeigt, den
Chevrolet Citation
🤔


Oha 😯 der Ami schneidet, zumindest nach europäischem Standard,
nicht besonders gut ab und wird von dem Autotester Paul Frère
regelrecht zerrissen
😆
Kein Wunder, dass der Wagen hierzulande unbekannt ist 😂


18. Januar 2025

Update zu Bonsai-Pflege - Teil XXVI

 
Heute Nachmittag testete ich dann die Verschränkung der final
in den Bonsai eingebauten Old-Man-Emu Federpakete


Mittels Wagenheber pumpte ich zunächst die Vorderachse einseitig
auf den höchstmöglichen Punkt, aber nur so weit, dass alle 3 übrigen
Räder die Bodenhaftung behalten und anschließend probierte
ich dann selbiges der Hinterachse
🤓

Zuerst kam die Vorderachse dran, um die größtmögliche Verschränkung
der Hinterachse auszutesten



Dann ging es an die Hinterachse, um die größtmögliche Verschränkung
der Vorderachse auszuloten


Erwartungsgemäß verschränkt die Vorderachse deutlich mehr,
als die Hinterachse, was bauartbedingt vollkommen normal ist

Sauber 💪🏼😎 mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden 

Und ich bin schon sehr gespannt, wie sich das OME Fahrwerk im
härteren Offroad-Einsatz schlagen wird, die Erwartungen sind hoch,
aber ich bin zugleich guter Dinge, da ich um die Qualitäten der
berüchtigten Top-Fahrwerke aus Australien weiß
😉

17. Januar 2025

Bonsai-Pflege - Teil XXVI


Vor nahezu 3 Jahren baute ich für den Samurai aus verschiedenen
Blattfederpaketen zwei stabile Pakete für vorne, damit sich der
Vorderwagen etwas anhebt und der Wagen insgesamt gerade steht


Beim Umstieg vom Samurai auf den SJ baute ich dann auch alle
Federpakete um, entschied mich aber jetzt nach dem Federbruch
an der Hinterachse dazu, beim Tausch der hinteren Blattfederpakete
auch die vorderen gegen Neuteile von OME auszutauschen


Heute Nachmittag legte ich los und nach dreieinhalb Stunden
war das Werk vollbracht
🙂

Zunächst begab ich mich an die Fahrerseite und demontierte
das alte Blattfederpaket


Dann presste ich in bekannter Weise am Schraubstock die
Hülse der PU-Buchsen heraus


Hier im Vergleich altes und neues Blattfederpaket


Augenscheinlich haben beide Pakete die gleiche Krümmung,
was das untere Bild zeigt, wo das alte Paket auf dem neuen liegt


Mit ATE-Paste montierte ich die PU-Buchsen in das neue Paket
und presste am Schraubstock die Metallhülse in die PU-Buchsen




Dann verbaute ich das OME Paket am Wagen



Man sieht es kaum, aber der Vorderwagen dürfte etwa 10 - 20 mm
höher gekommen sein


Dann kam die Beifahrerseite an die Reihe



Selbstverständlich waren alle Arbeitsschritte identisch,
sodass alles recht gut von der Hand ging
😉

Übrigens, die vorderen Stoßdämpfer wurden ursprünglich für die
Hinterachse des Opel Astra Caravan konzipiert und bieten einen
mit 230 mm einen erstaunlich langen Arbeitsweg, weshalb ich
im Gegenzug zu den an der SJ Hinterachse verbauten Lada Niva
Stoßdämpfern, vorne keine Verlängerung schaffen muss


Voilá 🤗 das Endergebnis ist zufriedenstellend


Trotz dass das alte und das neue Blattfederpaket augenscheinlich
die gleiche Krümmung haben, steht der Vorderwagen mit den
neuen OME Federn etwa 20 mm höher

Die neuen Federpakete sind einfach frisch und gerade die
OME Federn gelten als extrem flexibel, sodass ich mir eine
wesentlich verbesserte Verschränkung erhoffe
😌