29. November 2024

ein Defender wird zur Serie - Teil X -

 

So richtig berichtete ich zuletzt über Markus‘ Arbeiten an seinem Defender
Ende Januar diesen Jahres: ein-Defender-wird-zur-Serie-Teil-IX

Am 1. November besuchte ich ihn und begutachtete den Fortschritt
der Arbeiten an dem Landy: zu-Markus-geschwebt
🙂

Markus und seine Frau planen, in 2 Wochen für ein dreieinhalb
monatiges Sabbatical mit ihrem Landy durch Marokko bis
nach Mauretanien zu reisen

Da aber die ToDo-Liste für den Overlander noch recht lang ist,
bot ich Markus an, ihm einen Tag Schrauberunterstützung
geben zu wollen, was er dankend annahm

Ich hatte noch Urlaub, Markus nahm sich einen Tag frei und
so fuhr ich am heutigen Freitagmorgen hin

Auffallende Veränderungen an dem Auto sind die beiden tollen,
selbstgebauten, wasserdichten Staukisten auf dem Dachträger
und an der rechten Seite im Heckbereich
💪🏼😀 eine saustarke Arbeit


Wir begaben uns an die Vorderachse, denn die Bremsanlage und
die Radlager sollten überarbeitet werden

Letztlich tauschten wir die Bremsleitungen gegen welche in
Stahlflex Ausführung, ersetzten die zwar noch brauchbaren
Bremsbeläge sicherheitshalber gegen Neuteile und montierten
ebenfalls als Vorsichtsmaßnahme neue Radlager

Die Bremsscheiben und auch die Bremskolben der beiden
Vierkolbenbremssättel zeigten sich noch in hervorragendem
Zustand und blieben unangetastet






Am Ende wurde noch die gesamte Bremsanlage entlüftet, was
drei Durchgänge benötigte, damit sämtliche Luft aus dem System
gedrückt werden konnte, denn Markus hatte bereits im Vorfeld
die lange Bremsleitung vom Hauptbremszylinder zur Hinterachse,
durch ein selbstgebogenes Neuteil ersetzt, sowie auch die hinteren
Bremsleitungen gegen Stahlflexleitungen getauscht und die
Bremssättel mit neuen Bremskolben und neuen Dichtungen überholt
👌🏼😃

Nachdem sich die Komponenten der Vorderachse technisch wieder
in Topzustand befanden, hatte Markus noch ein ToDo, das ihm
schon länger schlaflose Nächte bereitete . . . ein Rahmen für
die drei Holzbretter im Klappdach, die das Bett bilden

Markus hatte Kantprofile aus Stahl besorgt, die exakt 45 Grad
auf Gehrung geschnitten wurden




Schneide-Clip 😎


 Nach vielen Anproben wurden die Profile letztlich zu einem
Rahmen verschweißt





⚡️Brutzel-Clip 😆

Das Ergebnis war mehr als zufriedenstellend 🤗
Der Rahmen passt saugend in den Dachausschnitt




Nun muss Markus noch Bohrungen setzen, dann den Rahmen
grundieren, lackieren und letztlich im Dachausschnitt verschrauben 
😌

Das war ein effektiver Arbeitstag und hat Markus hoffentlich
ein Stückweit nach vorne gebracht

28. November 2024

Bonsai-Pflege - Teil XXI -

 
Nach dem Offroad-Wochenende Ende Oktober und dem
anschließenden zweiwöchigen Urlaub hatte ich mich
nicht mehr um den Suzuki SJ gekümmert

Nun wollte ich noch den Beifahrersitz einbauen und
eine vordere Stoßstange montieren
😌
Den nötigen Austausch der gebrochenen Blattfeder an
der Hinterachse werde ich später angehen

Nachdem ich die klappbare Sitzkonsole der Beifahrerseite
umfangreich umgeschweißt und an den Sportsitz angepasst
hatte, konnte ich den Sitz einbauen
 

Dann suchte ich in meinem Altmetall-Fundus nach passendem
Material um eine Stoßstange bauen zu können

Mittwoch war ich bei Lars und fand dort die von Didi‘s LJ
demontierte Stoßstange, die Didi einst selber konstruiert hatte

Ursprünglich wollte ich von dem Unfallauto keine Teile haben,
machte aber nun eine Ausnahme und so werde ich dieses Teil
sozusagen in Hommage an Didi an meinem SJ verbauen
😔

Zunächst konstruierte ich zwei Halterungen



Hier sieht man Didi‘s Stoßstange, die ich anpassen werde


Die Haltebleche versah ich passend zu den bereits vorhandenen
Bohrungen im Fahrzeugrahmen mit Bohrungen steckte Bolzen durch


Dann baute ich aus Vierkantstahl eine Quertraverse, die ich mit
den Halteblechen verschweißte


Diese Quertraverse soll später Didi’s Stoßstange tragen


Danach schnitte ich Dreiecke aus Stahl, die als Knotenbleche dienen


Diese Knoten-Dreiecke verschweißte ich


Voilá, das sieht doch schon ganz gut aus 😊


 Die Grundkonstruktion steht und demnächst werde ich daran weiterbauen
😉

25. November 2024

Küsten Marokkos und vier Königsstädte - Woche 1 -



Hier kommt der Grund, warum es hier in den letzten zweieinhalb
Wochen so ruhig war, ich nichts geschrieben habe
😄

Anstatt wie in den letzten 10 Jahren zu dieser Jahreszeit
mit der AIDA zu fahren, entschieden wir uns dieses Mal
für eine uns vollkommen unbekannte Reiseform in ein
uns ebenso unbekanntes Land
🙂
Wir buchten eine Art Bildungsreise
Küsten Marokkos und vier Königsstädte

Die Reise fand mit acht Reisenden plus einem Reiseführer
und einem Busfahrer im 18-sitzigen Minibus statt

Montag den 11.11.2024 flogen wir um 06:25 von Düsseldorf
nach Madrid und von dort weiter bis nach Tanger






Zur späteren Mittagszeit erreichten wir Tanger


Unser sehr nette Reiseführer Mohammed holte uns und die
anderen Reisenden am Flughafen ab und brachte uns in das
erste Riad, einem im Altstadtzentrum gelegenen,
ehemaligen jüdischen Herrenhaus im Kolonialstil







Am nächsten Tag starteten wir bei tollem Wetter zu einer
Führung durch die Medina, die Altstadt, von Tanger













123er Mercedes sollten uns noch auf der gesamten Reise begegnen
😀





Anschließend fuhren wir zu Herkules-Grotte







T2 Bullis sind in Marokko eher selten anzutreffen


Am Abend besuchten wir einen berühmten Drehort des Films
Casablanca, die Kulisse der Bar von Rick‘s Café










Eine Bauchtänzerin unterhielt zusammen mit einer Musikkapelle
das Publikum beim Essen


Am Folgetag fuhren wir nach Tétouan & Chechaouèn



Tétouan












Mohammed kaufte für uns alle ein
😄





Gemeinsam wurde das eben gekaufte verspeist 😊



Dann ging es weiter nach Chechaouèn



Auf dem Land durchfuhren wir so manche Dörfer,  so auch
den Wochenmarkt, den Souk El Arba Des Beni Hassan



Wir erreichten die „Blaue Stadt“ Chefchaouen / Chechaouèn

Unsere Koffer wurden künftig immer von helfenden Händen
zu den stets in den Altstädten gelegenen Riads verbracht
😃







Es folgte ein abendlicher Rundgang durch die „blaue Stadt“








Am nächsten Tag brachen wir nach dem Frühstück zur Fahrt
in die alte Stadt Fès auf




Unser bequemer Minibus mit dem begnadeten Fahrer Rashid
🤗




Bab Berred



Leider zeigt sich überall eine massive Vermüllung der Umwelt
😩 was mich nachhaltig sehr traurig stimmte


Bei einer Rast in Lounane erblickte ich mal wieder einen 123er Benz,
den ersten, der deutlich sichtbar seine deutsche Vergangenheit zeigte
🤓


Weiter ging es durch das schöne Rif-Gebirge




Am Wochenmarkt in Khmis Esagen wurde eine Mittagsrast eingelegt,
wo ich allerdings lediglich etwas Fladenbrot zu mir nahm, da mir
die angebotenen Speisen nicht behagten . . . meine Vorsicht bei
der Wahl meiner Nahrung nützte irgendwann nichts mehr,
denn auch mich ereilte, wi3 bei allen anderen Mitreisenden,
ab der zweiten Woche „Montezuma‘s Rache“
😵‍💫






Weiter ging es durch das Rif-Gebirge





In der Stadt Tounate legten wir eine Kaffeepause ein


Von der Terrasse im zweiten Stock hatte man einen guten Blick
auf die Hauptstraße

Mercedes Benz T1 Transporter, auch bekannt als „Bremer Modell“,
da dort im ehemaligen Borgward-Werk gebaut, sind das Fahrzeug
Nummer 1 in Marokko und gefühlt unzerstörbar
😜



Auf staubigen Pisten ging es weiter und wir wurden ständig,
teils recht riskant, überholt




Die Nacht brach herein, auf dem Bild ist sich nicht die Sonne
zu sehen, sondern bereits der Mond 


Dann erreichten wir endlich und etwas geschlaucht Fès

Nach einem 15 minütigen Fußweg durch die Medina waren wir
im Riad angekommen









Nach einer angenehmen Nacht stand ein Tagesausflug zur
Ausgrabungsstätte Volubilis und eine Stadtbesichtigung
in Meknès an


Volubilis war sehr beeindruckend
























Weiter ging es vorbei an der Stadt Oualili



Hier fehlen leider zwei Paar Füße, dennoch ein witziges Bild
😅


Wir rasteten kurz in Moulay Idriss Zerhoun









Am Nachmittag erreichten wir Meknès




Al Machour-Stinia


In ganz Marokko sammeln sich die Störche aus Europa
😍














Am Abend waren wir zurück in Fès





Nach dem Frühstück ging es auf Stadtbesichtigung



Dieser Müll-Muli 🫏 tat mir irgendwie leid 😔






Es folgte die Besichtigung einer Töpferei mit Mosaik-Handwerk



























Weiter ging es auf Stadtbummel



Wieder ein Benz, dieses Mal ein 190er, der sein deutsches Vorleben zeigt



Und überall Störche







Das Lederhandwerk ist bekannt für Meknès






Es folgte die Besichtigung einer Gärberei
😷 🤢






In der Altstadt kauft Mohammed Leckereien für alle
😋


Der „Musiker“ Platz 😬 benannt nach den Klängen durch
die Kupfer-Handwerker, die Schüsseln, Töpfe etc. dengeln




Die Färber-Gasse



Den Abend verbrachten wir auf der Dachterrasse unseres Riad





Am nächsten Morgen auf dem Weg zum Bahnhof . . .


Am nächsten Tag reisten wir die 150 Km von Meknès nach Rabat
mit dem Zug








Angekommen in Rabat ging es direkt auf Besichtigungstour
































Am Abend bezogen wir das Riad








Über die zweite Woche unserer abenteuerlichen Reise
werde ich demnächst berichten
😌

Fortsetzung folgt . . .